• Schöne Zähne sind einfachzum Küssen!
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Aufbau eines Implantates

Die meisten Implantate bestehen aus 2 Elementen plus die auf das Implantat gesetzte Krone (also genau genommen 3 Elemente machen ein komplettes Implantat aus!) Verbunden werden die 3 Elemente mit einer Implantat-Innen-Schraube.


Es herrscht allergrößte Verwirrung darüber wie viel nun was kosten darf. Man hört in den Praxen die verschiedensten Informationen.


Die Ursache dafür liegt auf der Hand: Wenn vom "Implantat" die Rede ist, welches 500 €, 700 €, 1.500 € oder 2.000 € kostet, weiß leider meistens keiner genau, was damit gemeint ist:


  • Ist dies die Leistung für das Setzen des Implantates in den Knochen incl. des Materials?
  • Ist die spätere Krone schon mit enthalten?
  • Sind spätere Nebenleistungen schon im Preis enthalten?
  • Sehr wichtig: Aus welchem Material wird die Krone gemacht?
  • (siehe Suprakonstruktionen)
  • Kommt das Implantat-System aus Deutschland?
  • Sind meist notwendige funktionsanalytische Maßnahmen im Preis inclusive?


Titan- oder Vollkeramikimplantate?

Für eine wachsende Zahl von Patienten mit Metallunverträglichkeiten ist diese Art der Versorgung, bei einem Wunsch nach festen Zähnen, eine echte Alternative. Der Standard ist z. Zt. immer noch das bestens bewährte Material "Titan". Unverträglichkeiten auf diesen Werkstoff sind nahezu nicht bekannt und der Einsatz hat sich millionenfach bewährt.

Der Einsatz von Titan im medizinischen Bereich erstreckt sich über ein sehr weites Spektrum. Beispiele findet man in der Orthopädie sowie in vielen anderen Gebieten.


Jedoch gibt es sehr wenige Menschen, die auch auf diesen Werkstoff eine Empfindlichkeit zeigen.

Ein anderer Wunsch nach "Metallfreiheit" einer medizinischen Versorgung kann durch ästhetische Wünsche entstehen sowie durch homöopathische Therapiegedanken begleitet werden.


Vollkeramikimplantate bestehen heute aus Zirkonoxid. Bereits in den achtziger Jahren wurden Vollkeramikimplantate aus Aluminiumoxid-Keramiken in der Implantologie eingesetzt. Diese haben sich jedoch wegen ihrer Bruchanfälligkeit nicht bewährt.


Zirkonoxidkeramik - Infos zum Material

Zirkonoxidkeramik besticht durch seine außerordentlichen Eigenschaften wie hohe Biegefestigkeit (über 1000 MPa), Härte (1200 -1400 Vickers) und Weibull Modulus (10-12). Daher sind Zirkonimplantate eine Alternative zu konventionellen Implantaten aus Titan. Insbesondere Patienten mit Metallallergien sollten die Insertion eines Zirkonimplantates in Erwägung ziehen. Die Vollkeramikimplantate können mit Vollkeramikkronen bestückt werden, so dass Sie mit komplett metallfreiem Zahnersatz versorgt sind.


Durch den Austausch der lichtundurchlässigen Metallgerüste (der Teil, der auf dem Implantat sitzt) durch Zirkonoxidkeramik konnte eine Natürlichkeit und ästhetische Farbgebung erreicht werden, die restaurierte Zähne von natürlichen praktisch nicht mehr oder nur schwer unterscheidbar macht. Darüber hinaus resultiert aus der Metallfreiheit im Bereich der Kronenränder eine ebenfalls natürliche und reizfreie Reaktion des Zahnfleisches.


Einsetzbarkeit von Vollkeramik-Implantaten und Grenzen der Versorgung

Die bisherigen Erfahrungen sind als positiv zu betrachten und die Entwicklung wird weitere Erfolge in der optimalen Anwendbarkeit verbuchen. Jedoch sind ein paar wichtige Punkte zu beachten:

  • Die Kosten für das einzelne Implantat sind höher, d.h. die Gesamtkonstruktion wird für den Patienten auch teurer. Vergleiche zwischen "Äpfeln und Birnen" (=Technische Ausführung einer Arbeit) müssen von der Patientenseite her äußerst differenziert betrachtet werden. Wer ein Optimum an Versorgung wünscht, bekommt dies sicherlich nicht zum "Dumping-Schnäppchenpreis".
  • Keramik-Implantate sind immer "einteilig". Die meisten herkömmlichen Titan-Implantate sind nahezu ausnahmslos "zweiteilig". Was bedeutet dies? Der größte Unterscheid liegt darin begründet, dass Titan-Implantate in einer 3 bis 6-monatigen Einheilphase der Nichtbelastung unter der Mundschleimhaut in Ruhe einheilen können. Keramik-Implantate benötigen ebenfalls eine Einheilphase. Jedoch werden sie in der Regel sofort mit einem Provisorium versorgt, was immer zu einer geringen Belastung führt. Zu starker Kaudruck kann sich nachteilig auf die Einheilphase der Implantate auswirken.
  • Der behandelnde Arzt wird Ihnen sicherlich den optimalen Einsatz, der für Sie in Frage kommenden Implantatart in einem Gespräch erläutern. Die Entscheidung für eine Versorgung muss individuell getroffen werden. Erst dann kann entschieden werden, ob ein Keramik-Implantat für Sie in Frage kommen könnte.

Ein tabellarischer Vergleich macht die Unterschiede deutlich:


Titan-Implantat

  • Einheilphase "geschützt" unter der Schleimhaut möglich, d.h. eine belastungsfreie Situation (da einteilig)
  • Die meisten Komplikationen entstehen durch zu frühe Belastung, welche zu einem Verlust des Implantates führen kann
  • Notwendigkeit eines zweiten kleinen operativen Eingriffs bei der Freilegung des Implantates (Chirurgie oder Laser)
  • Sehr gute Ästhetik (besonders im Frontzahnbereich) kann erreicht werden, indem keramische Zwischenelemente verwendet werden
  • Einfachere prothetische Verarbeitung
  • Röntgenologisch darstellbar
  • Sehr großes Einsatzspektrum
  • Raue Oberflächen, an denen sich Knochenzellen besonders gut anlagern können

Keramik-Implantat

  • Das Implantat muss nahezu direkt versorgt werden, da es aus der Schleimhaut mit einem gewissen Anteil herausragt
  • Die frühzeitige Belastung ist nicht zu vermeiden, man kann die Versorgung zwar "außer Kau-Kontakt" nehmen, aber eine gewisse Belastung findet immer statt
  • Ein zweiter operativer Eingriff für eine Freilegung ist nicht erforderlich
  • Zwischenelement nicht nötig, da vollständig aus Keramik
  • Etwas aufwendigere prothetische Verarbeitung
  • Röntgenologisch darstellbar
  • Begrenztes Einsatzspektrum!
  • Glatte Oberflächen